Pressestimmen

DIE TROERINNEN

Liepold setzt in ihrer Inszenierung wieder auf die archaische Wucht des Burghofes, aufgefettet durch drei violette, pyramidenförmige Zelte als scheinbar letzten Schutz für die Überlebenden. In antikem Duktus begleitet der aus wunderbar unterschiedlichen Frauentypen bestehende Chor die von Unglückseligkeit und Klagen getragenen Szenen, wodurch sich die Handlungsfähigkeit der geschockten Hinterbliebenen verstärkt. (Kronen Zeitung, 18.6.2019)

Nach „König Ödipus“ im Vorjahr hat sich das „Theater Wolkenflug“ diesmal „Die Troerinnen“ von Euripides vorgeknöpft (…) als Antikriegsstück, das nun das Schicksal der Frauen hervorhebt, die von Vergewaltigungen, Verschleppung und Versklavung grausam betroffen sind (…) angesichts der zahlreichen Kriegskonflikte ein hochaktueller Stoff“ (Kleine Zeitung, 14.6.2019)

ROMY

Die „Wolkenflug“-Hommage an Romy Schneider unterhält als geschickt inszenierte Collage, die Lebensmotive der jungfräulichen Schönheit und der Femme fatale, des süßen Wiener Mädels und des französischen Kinostars mit Musik emotional aufpolstert. (Kleine Zeitung, 1.2.2019)

… Dass der einstündige Abend zwischen lauter Komik und leisen Zwischentönen aufgeht, hat viele Gründe. Da wäre einmal Liepolds Regieansatz, sich vor der überhöhten Figur nicht einschüchtern zu lassen, über weite Strecken auf den Spaßfaktor zu setzen und die Tragik als notwendige Abdunkelung über allzu Grelles zu ziehen. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der Musik und dem Gesang geschuldet, die live Klavier und zwei hervorragende Musical-Stimmen mühelos tragen. (Kronen Zeitung, 1.2.2019)

DAMENWAHL

Sehr politisch, frech und mit hohem Unterhaltungsfaktor… Die „Damenwahl“, vor die Ute Liepold (Theater Wolkenflug) das Publikum im Sitzungsaal des Kärntner Landtages stellt, ist eine knackige Textcollage, die als leichtfüßige Revue daherkommt… Empfehlung. (Kleine Zeitung, 14.9.2018)

In gewohnter Manier, historische wie regionale Texte kompilierend, mit Liedern und Zitaten von Schlagerstars bis zu Burschenschaftlern, lässt Ute Liepold drei Schauspielerinnen den Sitzungssaal [des Kärntner Landtages] spielend besetzen. (Kronen Zeitung, 14.9.2018)

DAS ANDERE LAND

Darin [in den Themenräumen] verdichten sich Monologe, Dramolette und Miniaturen zum aberwitzigen, interdisziplinären Parcours, der keinen Anspruch erhebt, Stück zu sein, und gerade deshalb funktioniert. Chaos, Blödelei, Stimmengewirr, dazwischen historische Dissonanzen, Abwehrkampf und die berühmt-berüchtigte Kärntner Seele, die slawische Urangst und Sangeslust nähren. (Kronen Zeitung, 30.9.2018)

Mit einer szenischen Installation ergänzt derzeit das Theater Wolkenflug die sehenswerte Schau um eine dritte Dimension – was zu einem satirischen Museumsrundgang mit einem starken Ensemble führt. [...] satirische Vorträge über „Urangst“ und Sangeslust der Kärntner verstärken noch den parodistischen Eindruck der Inszenierung von Ute Liepold, die kein Kärntner Klischee auslässt. (Kleine Zeitung, 30.9.2018)

KÖNIG ÖDIPUS

Neben der stimmigen Kulisse des Arkadenhofes ist es vor allem das tolle Schauspieler-Ensemble, das die antike Tragödie in der stringenten Regie von Ute Liepold so packend macht: Die Dramatik entsteht aus Mimik und Stimmen, die zum Teil perkussiv eingesetzt werden (Tamara Stern singt zum Schluss noch einen Nick-Cave-Song). (Kleine Zeitung, 22.6.2018)

Sophokles’ Sprache ist Schwert und Feder Wasser und Feuer. Durch Jahrtausende leuchtet sie strahlend hell im Heute und verdichtet sich in Ute Liepolds feinnerviger Regie zum zeitlosen Klagelied, das ein großartiges Ensemble im Burghof anstimmt. (Kronen Zeitung 4.7.2018)

TANZCAFE TREBLINKA

„Globocniks Alter Ego erscheint in Ute Liepolds beachtenswerter Inszenierung als gut gelaunter Moderator einer gespenstischen TV-Conférence. Wie Marcus Thill in dieser Rolle die „Kamingespräche unter Massenvernichtern“ aufleben lässt, jagt einem den Schauder über den Rücken. Und Andreas Jähnert läuft in seinem erschreckenden Verdrängungsmonolog in einer auch athletisch erstaunlichen Leistung der Vergangenheit davon…“ (Der Standard, 28. 01. 2017)

„Ute Liepold hat Koflers rhythmisches Furioso gegen die Verdrängung der Nazi-Vergangenheit und die in der Maske der Unkenntnis steckende Oberflächlichkeit der Gesellschaft zu einem spannenden Abend mit musikalischen Interventionen verdichtet.“ (Kleine Zeitung, 28.1. 2017)

„Was für eine hämmernde Anklage, was für ein grandioses Stück, das Ute Liepold mit Werner Kofler „Tanzcafé Treblinka“ zum Klingen bringt…Ein Muss!“ (Kronen Zeitung, 6.2. 2017)

ANTIGONE

„Feuriges Wortduell aus der Antike: Das Erfolgskonzept des Vorjahres bewährt sich für das Freiluft-Projekt des Theaters Wolkenflug auch heuer wieder: Begeisterten 2016 „Die Perser“ von Aischylos in der Arena von Virunum, so fesselt heuer „Antigone“ von Sophokles inmitten der römischen Ausgrabungen am Magdalensberg.“ (Kleine Zeitung, 23.06.2017)

„Wie eine Braut, die den Tod freiwillig umarmen wird, steht sie im weißen Kleid am steilen Waldrand. Unter ihr bereiten Ausgrabungen im Archäologischen Park der Tragödie eine stimmige Kulisse, die Theater Wolkenflug und Ute Liepold virtous nutzen, um Sophokles‘ „Antigone“ durch Jahrtausende die Hand zu reichen“. (Kronen Zeitung, 18.06.2017)

PUBLIKUMSBESCHIMPFUNG

„Ute Liepold inszeniert (…) dicht und mit leichter Hand. Dicht, weil sie Tempo und Rhythmus des Einakters zügig durchzieht; leichthändig, weil sie die vier ursprünglich männlichen Rollen mit Damen besetzt und Handkes Choreographie der Worte entsprechende Lockerheit verleiht.“ (Kronen Zeitung, 07.12.2017)

„Handke macht mit Worten Musik und die Regisseurin hat den passenden Rhythmus dazu gefunden. Der Ton wird nie aggressiv, sondern ist von spöttischer Freundlichkeit. „Eine wunderbare Komödie“, möchte man den vier Sprachrohen Handkes zurufen. Und beim Schlußapplaus nicht vergessen: „Ihr seid das Thema“. (Kleine Zeitung, 7.12.2017)

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